Verschönerungsverein Dauborn von 1904 e. V.

 

Geschichte:

Gründung des Verschönerungsverein Dauborn 1904

 

Er ist einer der ältesten Vereine dieser Region, der sich schon 1904 Schutz und Gestaltung der Umwelt zu eigen machte.

 

05.09.1904

16 Personen als Gründer, Jahresbeitrag “mindestens“ 1 Mark (viel Geld, mehr als die heutigen 5 EURO!).

„Zweck des Vereins ist es, den Ort Dauborn und dessen Umgebung zu verschönern und zu beleben. ...“

Anschaffung von 2 Gartenbänken

Gelände: „Ein verstrüppter Steilhang, schmal und langgezogen, kaum 20 m breit und 300 m lang, wenig mehr als 2 Morgen groß und zu nichts nütze!“ (Schmidt) Wahrscheinlich ab Haus Fischer (alter Kindergarten) bis zum  ehemaligen “Kaffee Wellblech“.

 

Die Gründer:

August Wilhelm Frenz   (1. Vorsitzender)

 

Wilhelm Buderus   (Schriftführer)

 

Gottfried August Knapp   (Rechner)

 

Josef Anton Höffler   (Beisitzer)

 

August Hermann Scheid   (Beisitzer)

 

August Trog   (Beisitzer)

 

Gottfried August Niebergall   (Beisitzer)

 

Hermann Blumenthal   (Beisitzer)

 

1906

Kassenbestand 15 Mark, daher Kauf einer weiteren; zwei aus “eichen und tannen Holz“ werden gestiftet, noch eine auf Kredit gekauft. Ein Baum   und Ziersträucher werden gestiftet und an “Kaisers Geburtstag“gepflanzt.

Kritik: Jüngere Leute bieten älteren ihre Sitzplätze nicht an (!!!).

 

1908

Bau eines „Lusthäuschens“ trotz knapper Kasse (12,80 M) beschlossen.

 

1909

Anpflanzungen in den hinteren Anlagen für 200 Mark (Geldquelle unbekannt)

 

1910

Beschwerde, dass „die Anlagen schon um 21 Uhr geschlossen würden und Aufsichtsbeamte das Publikum in barscher Weise aus den Anlagen vertrieben haben.“

 

1912

Bei der Gemeinde soll die Errichtung einer Badeanstalt beantragt werden.

 

1913

Beschluss, alten Turnplatz (heute Rotkäppchenplatz) mit Linden zu bepflanzen.

Ein Baufonds für einen Aussichtsturm wird geschaffen, Einlage 80 Mark. Die „Anlagen“ sind der „neue Wald“.

 

1. Weltkrieg bis 1921

Keine Aktivitäten. Der Baufonds von 200 Mark war im Krieg an das Rote Kreuz gegangen. Neuer Beitrag: 5 Mark (also wie bis zur Euroeinführung 2001!): Klagen: Verunreinigung durch Schutt und Abfall, Klage über "ruhestörenden Lärm zu später Abendstunde, wobei Bänke ruiniert würden".

 

bis 1925

Bis 1925 ruht die Vereinsarbeit wegen Wegzug des 1. Vorsitzenden Dr. Riedel, dann allgemeines Aufräumen und Wiederherstellen.

 

1928

Der nach Holland ausgewanderte J. G. Dombach stiftet die Mittel zur Umwandlung des alten Turnplatzes in einen Kinderspielplatz Durch die Statue “Rotkäppchen und der Wolf“ erhält er seinen neuen Namen.

 

bis 1946

Keine Protokolle, die Anlagen müssen aber wohl instand gehalten worden sein. Neugründung; Beitrag: 1 Mark.

 

1951

80 % der „Tannen“ sind durch die Dürre eingegangen.

 

1953

Beschluss: Durch Ankauf von landwirtschaftlich minderwertigem Land Ausdehnung der Anlagen bis an die Kirberger Gemarkungsgrenze (In Höhe der Kahlarscher Mühle). Förster K. H. W. Schmidt plant den Ausbau der Anlagen in der heutigen Form: „parkartiger Hochwald mit Tannen, Douglasien, Mammutbäumen aus USA und Urweltmammutbäumen aus China, Linden und Ahornarten mit strauchartigem Unterwuchs für Vogelschutz, Anlage eines Waldlehrpfades, Anbindung des „Weißen Berges“ (Gemarkung Kirberg!), Übernahme in den Waldverband als Schutz- und Schonwald. Alle Ortsvereine helfen über Jahre beim Wegebau.

 

1954 bis 1958

Bepflanzung in unentgeltlicher Gemeinschaftsarbeit und Mitwirkung der älteren Volksschulklassen. Insgesamt wurden über 47000 Bäume gepflanzt und 150 kg Baumsamen ausgesät!

 

1954

Im Zuge des aufblühenden Fremdenverkehrs wird der Verein in “Heimat- und Verkehrsverein“ umbenannt. 1956 Druck von Werbeprospekten

1957

Werbung in Zeitungen des Ruhrgebiets. Ende 50er / Anfang 60er Jahre: 2600 Übernachtungen im Jahresdurchschnitt.

1959

Vorschlag: Gründung eines Heimatmuseums (nicht realisiert).

 

1957 bis 1961

Verein veranstaltet “Heimatabend“ unter Mitwirkung der Ortsvereine.

 

1973

Der Verein betrachtet sich nicht mehr als für die Ressorts Heimat und Verkehr zuständig.

 

1973 bis 1977

Durch die Gründung der Großgemeinde Hünfelden steht dem Ausbau der „Anlagen“ um den Weißen Berg in Richtung Ohren durch die Forstverwaltung nichts mehr im Wege. Sie entstehen in ihrem heutigen Ausmaß. Federführend ist der Vereinsvorsitzende, Forstamtmann Schmidt.

 

1990er Jahre

Ausbau der vom Forst erstellten Schutzhütte zu „Rentners Ruh“

 

2002

Schutzhütte oberhalb der Tennisplätze aufgestellt (ehemaliges Bushaltestellenwartehäuschen aus Kirberg)

 

2004

100-Jahrfeier mit Aufstellung eines Gedenksteins für die ehemaligen Vereinsvorsitzenden, Anlagenbegehung und Kommers in der Mehrzweckhalle

 

2007

(offiziell ab 1.1.07, 2006 Vorverhandlungen, Beschlussfassung) Fusion (Verschmelzung) mit dem Obst- und Gartenbauverein Dauborn e. V. 1895; Namensänderung: Verschönerungs- und Gartenbauverein Dauborn von 1904/1895 e. v.
Schutzhütte am Weißen Berg aufgestellt (ehemaliges Bushaltestellenwartehäuschen aus Kirberg)

 

Vorsitzende:

1904 - 1911

August Wilhelm Frenz

1912 - 1924

Dr. med Riedel

1925 - 1952

Karl Schmidt, Lehrer

1953 - 1965

Willi Harder

1966 - 1972

Helmut Knapp, Bürgermeister

1973 - 1987

K. H. W. Schmidt, Förster

1988 - 2003

Günter Fischer

2003 -

Werner Huth